Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Wenn man sein Ziel kennt, so gibt das Festigkeit. Festigkeit führt zur Ruhe. Die Ruhe allein führt zum inneren Frieden. Der innere Friede allein ermöglicht ernstes und besonnenes Nachdenken.

Ernstes und besonnenes Nachdenken allein führt zum Gelingen (Laotse)

DeutschlandDeutschland

*          *          *

PENPENPENzentrum DPENzentrum D- PEN-Zentrum Deutschland -

Pressemitteilung vom 11. August 

Chinesische Künstlerin und Lyrikerin Liu Xia zum Ehrenmitglied ernannt


Das Präsidium des deutschen PEN hat am 8. August die Fotografin, Malerin und Lyrikerin Liu Xia zum Ehrenmitglied der Schriftstellervereinigung ernannt. Liu Xia gehörte in den vergleichsweise toleranten 1980er Jahren zur engagierten, sich internationalen Strömungen zuwendenden Künstlerszene in Peking. Mit der Niederschlagung der Menschenrechtsbewegung nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989 gerieten sie und ihr späterer Ehemann, der Schriftsteller und Menschenrechtler Liu Xiaobo, immer stärker ins Visier der chinesischen Sicherheitsorgane. Liu Xia verweist mit ihrer künstlerischen Arbeit auf die Menschenrechtslage in China. Ihre Arbeiten werden als Anklage gegen die Repression und Unterdrückung der Meinungsfreiheit verstanden.

Seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Ehemann im Jahr 2010 stand Liu Xia ohne rechtliche Grundlage unter Hausarrest. Auch nach dessen Tod Mitte Juli 2017 wird ihr die Bewegungsfreiheit verwehrt, offenkundig aus Sorge, Liu Xia könnte die Fackel ihres verstorbenen Mannes weitertragen.

Eine Ehrenmitgliedschaft im deutschen PEN wird Personen als Akt der Solidarität verliehen, die außerhalb Deutschlands aufgrund ihres schriftstellerischen oder künstlerischen Wirkens und ihres Eintretens für die Freiheit des Wortes verfolgt werden.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

 

 

11.08.201711.08.2017



 

*

Deutsche Stiftung Völkerverständigung - Medien-Information vom 9. August - Auf in die Welt

Auf in die Welt: Neue Chancen in 50 Ländern für junge Weltentdecker, die 2018 / 2019 ins Ausland wollen
Schüleraustausch, Au Pair, Freiwilligendienste, Sprachreisen, Work and Travel, Auslandsstudium – viele Stipendien

Bildergalerie

Immer mehr Schülerinnen, Schüler und Abiturienten haben Fernweh. Sie wollen andere Länder und Kulturen erleben und etwas für ihre Sprachkenntnisse tun. Das Ziel ist zumeist der Klassiker: ein „High School“-Aufenthalt in den USA. Viele Jugendliche und ihre Familien sehen bei näherer Betrachtung: Es gibt viele weitere Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte. Die Alternativen bieten ebenfalls spannende Erfahrungen, Chancen zur Kostenersparnis und zur Abstimmung auf den individuellen Schul- und Bildungsweg.

In der achten, spätestens neunten Klasse wächst das Interesse am Schüleraustausch. „Wohin soll es gehen?“ steht am Anfang der Überlegungen für den Schüleraustausch. Die ganze Welt lockt: Schüler und Abiturienten können heute in rund 50 Ländern Auslandserfahrungen sammeln und etwas für ihre Bildung tun. Oft beginnt die Suche mit der Frage, wann der Auslandsaufenthalt am besten in die Schullaufbahn passt. Die intensivste Erfahrung, der Schüleraustausch, ist nur während der Schulzeit möglich. Sprachreisen, Freiwilligendienste, Au Pair oder Work and Travel kann man nach der Schulzeit angehen. Neuerdings wird es für Abiturienten auch attraktiver, nach dem Schulabschluss ein Schnupperstudium an einem College oder einer internationalen Universität zu verbringen. Stipendien können die Finanzierung des Auslandsaufenthaltes wesentlich erleichtern.

Wichtig ist die Festlegung der Sprache, die man im Ausland (besser) lernen will. Neben den englischsprachigen Ländern lohnt ein Blick auf Südamerika, Asien und Europa. Hier kann man eine „ausgefallene“ Sprache lernen – und oft viel Geld sparen. Die nächste Frage betrifft die Auswahl des Anbieters, die von der Beratung im Vorfeld über die Organisation der Reise bis zur Betreuung vor Ort zum Gelingen des Auslandsaufenthaltes beitragen kann.

Wer 2018/19 ins Ausland will, sollte jetzt mit der Vorbereitung starten, damit die Zeit für eine fundierte Entscheidung reicht und man noch breite Auswahl hat. Aber: Wo bekommt man verlässliche Informationen und einen guten Vergleich der Angebote? In jedem Falle sollte man persönlich mit mehreren seriösen Anbietern sprechen. Dafür gibt es bundesweit die „Auf in die Welt“- Informationsmessen der gemeinnützigen Deutschen Stiftung Völkerverständigung.

Am 02.09.2017 findet in Leipzig die „Auf in die Welt“- Schüleraustausch-und Auslands-Messe für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Die Messe umfasst eine Ausstellung der führenden seriösen Anbieter und Beratungsinstitutionen sowie Erfahrungsberichte und Vorträge von Fachleuten. Die Botschaft der USA wird ebenfalls vor Ort sein. Die Stiftung gibt Tipps zu Stipendien im Wert von mehr als 300.000 Euro und anderen Finanzierungsmöglichkeiten.

Die Messe wird am 02.09.2017 von 10 bis 16 Uhr in der Leipziger Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11, 04107 Leipzig geöffnet sein. Der Eintritt ist frei. Informationen zur Messe gibt es unter www.aufindiewelt.de. Im Internet gibt die Stiftung ebenfalls umfangreiche Informationen zu Auslandsaufenthalten für junge Leute: www.schueleraustausch-portal.de

Der Eintritt ist frei.

10.08.201710.08.2017

 

*

PEN-LOGÖPEN-LOGÖPEN-LOGOPEN-LOGO- PEN-Zentrum Deutschland -

Pressemitteilung vom 4. August

Den Bock zum Gärtner gemacht“.

Deutscher PEN kritisiert Einladung der ‚Stiftung Lesen‘ an Mandatsträger der AfD

Die durch die „Stiftung Lesen“ ausgesprochene Einladung an Mandatsträger der AfD, sich am 17. November beim bundesweiten Vorlesetag als „größtem Vorlesefest zwischen der Nordseeküste und den Alpen“ an Kitas und Schulen einzubringen, „macht den Bock zum Gärtner“, so die Präsidentin des deutschen PEN, Regula Venske.

Nach Auffassung des deutschen PEN sind die Grundsätze der AfD, die sich gegen die bestehende kulturelle Vielfalt und Toleranz richten, nicht vereinbar mit den an Schulen und Kitas vertretenen und unsere Gesellschaft bereichernden Leitbildern. In diesem Sinne hat sich der deutsche PEN Ende April auf seiner Jahrestagung in Dortmund gemeinsam mit dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und dem Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. (FBK) in einer Resolution gegen die Programmatik der AfD und anderer rechtspopulistischer Bewegungen gewandt, die sich gegen den Kernbestand demokratischer und toleranter Grundordnungen richten und Pluralität sowie Meinungsfreiheit gefährden.

Mit ihrer an Politiker von fragwürdiger politischer Couleur und Gesinnung gerichteten Einladung habe die ‚Stiftung Lesen‘ ihren eigenen Grundsätzen widersprochen, denen zufolge die Zusammenarbeit mit Parteien, Institutionen und anderen Gruppen oder Einzelpersonen, die antidemokratisches, rassistisches, fremdenfeindliches oder diskriminierendes Gedankengut vertreten oder verbreiten, ausgeschlossen seien, so PEN-Präsidentin Regula Venske:

„Autorinnen und Autoren setzen sich an 365 Tagen im Jahr – oft für lächerlich kleines Geld – für die Leseförderung ein. Weil Literatur für die Herzensbildung der Kinder und eine Erziehung zu Offenheit und Demokratie unabdingbar ist. Mit ihrer flächendeckenden Einladung an Abgeordnete, für 1 Tag Literaturbotschafter zu spielen, macht die Stiftung Lesen sowieso schon manchen Bock zum Gärtner, brüsten sich Vertreter dieser Berufsgruppe im Gespräch mit uns Schriftstellern doch beschämend oft damit, ‚leider keine Zeit zum Lesen‘ zu haben. Mandatsträger der AfD aber können keine Lesebotschafter an deutschen Schulen sein.“

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

07.08.201707.08.2017


*

PEN-LOGOPEN-LOGOPEN-LogoPEN-Logo- PEN-Zentrum Deutschland -

Pressemitteilung vom 2. August 2017

Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN geht 2017 an den Autor, Kurator und Verleger Thomas B. Schumann

Als Autor, Herausgeber, Publizist, Redner und Ausstellungskurator widmet Thomas B. Schumann sein gesamtes Lebenswerk der deutschen Exilliteratur nach 1933. Er ist Gründer der „Gesellschaft zur Förderung vergessener und exilierter Literatur e. V.” sowie des Verlages „Edition Memoria”. Darüber hinaus besitzt er eine der wohl umfangreichsten Kunstsammlungen zum deutschen Exil.

„Mit Thomas B. Schumann wird eine Persönlichkeit gewürdigt, die mit einer bedingungslosen Hingabe und Leidenschaft dafür eintritt, Literatur von verfolgten und ins Exil gezwungenen Autoren dem Vergessen zu entreißen. Dieses konsequente Erinnern an unsere eigene Geschichte ist eine Voraussetzung für verantwortungs-volles gegenwärtiges Handeln“, sagte Sascha Feuchert, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN, bei der Bekanntgabe des Preisträgers in Darmstadt. „Gerade in der heutigen Zeit, die durch die Erfahrung von Flucht und Vertreibung sowie eine zunehmende gesellschaftliche Intoleranz bis hin zu offenem Rassismus und Antisemitismus geprägt wird, setzt das PEN-Zentrum Deutschland gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit der Preisverleihung auch ein mahnendes Zeichen gegen Hass und Intoleranz.“

Die Preisverleihung findet am 16. November 2017 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt. Die Laudatio wird Georg Stefan Troller halten. Der seit 1949 in Paris ansässige, vielfach ausgezeichnete Journalist, Buchautor und Filmemacher musste die Flucht vor den Nazis und das Exil selber durchleben.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den Preisträgern gehörten Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo und zuletzt Can Dündar und Erdem Gül. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

03.08.201703.08.2017


*

PEN-Zentrum DeutschlandPEN-Zentrum DeutschlandPEN-ZentrumPEN-Zentrum- PEN-Zentrum Deutschland -

Pressemitteilung vom 4. Juli 

 Deutscher PEN schreibt Lyrikpreis aus

 

Das PEN-Zentrum Deutschland schreibt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018 aus. Er wird an eine/n Lyriker/in für Gedichte von hoher ästhetischer Qualität verliehen und ist mit € 4.000 dotiert. Stifter des Preises ist der Frankfurter Schriftsteller Kurt Sigel, der sich als Autor von Romanen, Erzählungen, Gedichtbänden sowie von Büchern in hessischer Mundart, die er teilweise mit eigenen Zeichnungen und Cartoons illustrierte, einen Namen gemacht hat. Kurt Sigel ist seit 1974 Mitglied im deutschen PEN.

Einsendeschluss für den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018 ist der 1. Oktober 2017.

Die Ausschreibungsbedingungen finden sich auf der Homepage des PEN unter www.pen-deutschland.de. Hierzu gehört als Voraussetzung, einen eigenständigen Gedichtband in einem Verlag veröffentlicht zu haben, der von den Autoren keine Kostenzuschüsse verlangt.

Der Kurt Sigel-Lyrikpreis wurde 2016 im Rahmen der PEN-Jahrestagung in Bamberg erstmals an den Lyriker Daniel Falb verliehen. Er wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

„Kurt Sigel–Lyrikpreis“ des PEN-Zentrums Deutschland Ausschreibungsbedingungen
Das PEN-Zentrum Deutschland schreibt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018 aus. Er wird an eine/n Lyriker/in für Gedichte von hoher ästhetischer Qualität verliehen und ist mit € 4.000 dotiert. Stifter des Preises ist der Frankfurter Schriftsteller Kurt Sigel. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Einsendungen sind unter Beachtung der in der Ausschreibung genannten Frist per Brief an die Geschäftsstelle des PEN-Zentrums Deutschland, Kasinostraße 3, 6429 Darmstadt unter dem Stichwort „Kurt Sigel-Lyrikpreis“ zu richten.
Erbeten sind bis zu fünf Gedichte, zusammen mit einer Biobibliographie (Liste der Veröffentlichungen und knappe biographische Angaben), in jeweils 3 Ausfertigungen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausschreibung ist, dass der/die Autor/in einen eigenständigen Gedichtband in einem Verlag veröffentlicht hat, der von den Autoren/innen keine Kostenzuschüsse verlangt. Die eingesandten Gedichte dürfen noch nicht in einem eigenständigen Band publiziert worden sein.
Es können keine Eingangsbestätigungen versandt werden. Die eingereichten Unterlagen werden nicht zurückgesandt.
Über die Verleihung entscheidet eine unabhängige Jury, deren Beratungen nicht öffentlich sind. Die Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis darf ein und demselben Preisträger / ein und derselben Preisträgerin nur einmal verliehen werden.
Die Preisverleihung ist öffentlich und findet im Rahmen der Jahrestagung des deutschen PEN statt. Der deutsche PEN wird Gedichte des Preisträgers / der Preisträgerin auf seiner Homepage veröffentlichen.

PEN-ZENTRUM DeutschlandPEN-ZENTRUM DeutschlandPEN-Zentrum DeutschlandPEN-Zentrum DeutschlandPEN-Zentrum Deutschland 

Pressemitteilung vom 3. Juli 

Deutscher PEN kritisiert das verabschiedete Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) – Macht von Facebook, Twitter & Co. in bedenklicher Weise gestärkt

Das PEN-Zentrum Deutschland lehnt das im Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) geregelte Verfahren ab, wodurch die Entscheidung über die Strafrechtsrelevanz und damit über die Löschung von Einträgen an Facebook, Twitter und andere Internetplattformen ausgegliedert wird. Damit weitet das NetzDG nicht nur die Kompetenzen von an privaten Interessen orientierten Unternehmen aus, deren eigene Compliance-Regeln, wie etwa im Fall von Facebook, ohnehin in der Kritik stehen. Das NetzDG sieht darüber hinaus keinerlei Regelung für zu Unrecht gelöschte Beiträge vor. Hierfür steht den Betroffenen nur der wenig Aussicht auf Erfolg versprechende Klageweg gegen die Internetgiganten offen.

Für den deutschen PEN steht außer Frage, dass es für strafrechtlich relevante Hasskommentare oder Gewaltaufrufe keinen Raum im Internet geben darf. Solche Äußerungen sind nicht zuletzt gegen die Meinungsfreiheit gerichtet, da sie das Ziel verfolgen, Andersdenkende mundtot zu machen. Die Entscheidung über Straftatbestände obliegt indes unserer Justiz, während der Aufbau privater Zensurstrukturen die Meinungsfreiheit – ein zentrales Anliegen des PEN – ebenfalls grundsätzlich gefährdet.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

04.07.201704.07.2017


 

*

PEN - Logo rePEN - Logo rePEN - LOGO liPEN - LOGO liPEN-Zentrum Deutschland - Pressemitteilung vom 31. Mai

Deutscher PEN unterstützt Kampagne „Make Space/Räume Schaffen“ für vertriebene Schriftsteller

Das PEN-Zentrum Deutschland unterstützt das Projekt „Make Space/Räume Schaffen“ des internationalen PEN, das am 31. Mai 2017 im norwegischen Lillehammer im Rahmen der Tagung „In Other Words“ der Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Make Space/Räume Schaffen“ will weltweit auf die Situation von Schriftstellern aufmerksam machen, die erzwungenermaßen ihre Herkunftsländer verlassen mussten. Nicht nur soll ihren Stimmen Geltung verschafft werden. Ziel ist auch ein besseres Verständnis zwischen den Kulturen und die Infragestellung von Stereotypen im Zusammenhang mit Exil und Flucht.

„Ich freue mich, dass mit dieser Kampagne unsere im November 2014 in Hamburg mit Günter Grass, Christoph Hein und Josef Haslinger als Erstunterzeichnern angestoßene und durch PEN International übernommene Forderung an die europäische Staatengemeinschaft aufgegriffen wird, ein gemeinsames, menschen-würdiges Asylrecht zu schaffen, das nicht durch staatlichen Egoismus geprägt ist, sondern vom Geist der Solidarität und Verantwortung. Für den deutschen PEN hat das Thema Exil aus historischen Gründen eine besondere Bedeutung, der wir mit unserem Writers-in-Exile-Programm Rechnung zu tragen versuchen.“ So die deutsche PEN-Präsidentin, Regula Venske.

„Wir setzen uns dafür ein, dass die Autoren, die bei uns Zuflucht und Schutz erhalten, nicht nur Muße und Konzentration zum Schreiben finden, sondern eine neue Heimat“, so Franziska Sperr, Programmbeauftragte für Writers-in-Exile und Vizepräsidentin des deutschen PEN.

„Make Space – Raum schaffen –“, so Nina George, Mitglied im PEN International Writers Circle und Präsidiumsmitglied im deutschen PEN, „heißt nicht nur, Orte zu ermöglichen. Es heißt, den Raum für Freiheit und Toleranz aufrecht zu erhalten, den einzigen Raum, in dem die Menschheit überleben kann“.

„Räume Schaffen“ wird in den kommenden drei Jahren die 150 weltweit bestehenden PEN-Zentren einbinden, um in Zusammenarbeit mit Literaturfestivals, Verlags-häusern, Buchhandlungen, Kulturzentren, Parlamenten, örtlichen Initiativen, Schulveranstaltungen und auf vielfältigen anderen Kommunikationswegen den vertriebenen Schriftstellern einen möglichst großen Raum zu bieten, um ihre Werke zu präsentieren.

Zu den Unterstützern von „Make Space/Räume Schaffen“ gehören Elfriede Jelinek, Salman Rushdie, Margaret Atwood, Christoph Hein, Najem Wali, Adel Karasholi und Tanja Kinkel.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

pen international repen international repen - international lipen - international liWorld Writers launch PEN International’s global campaign for displaced writers
PEN International’s Make Space campaign – launching 31 May 2017 and backed by diverse writers from across PEN’s global membership - aims to create opportunities for writers who have experienced forced displacement or are living in exile. We’ll be doing this through publications, events, advocacy, and projects over the course of three years.

A Mission Statement for the launch of the campaign has been signed by more than 200 writers, Nobel Laureates, PEN Centres and PEN’s Writers Circle members including PEN President Jennifer Clement, Ngugi wa Thiong’o, Elfriede Jelinek, Ahmedurrashid Tutul, Stephen Fry, Hanan Al-Shaykh, Karl Ove Knausgaard, Salman Rushdie, Ece Temelkuran, Sanna Aoun, Margaret Atwood, Neil Gaiman, Yann Martel, Mario Vargas Llosa, Sofi Oksanen, Urvashi Butalia, Chigozie Obioma, DBC Pierre,Noo Saro-Wiwa, Isabel Allende, Inua Ellams, Ocean Vuong, Rafeef Ziadah, Elena Poniatowska, John Raulston Saul, and Viet Thanh Nguyen. The statement reads:

‘Some of us have been displaced; some of us are refugees and asylum seekers; some of us have lived in exile, or have been forced to go into hiding in our own countries. But we are all writers and use words in ways that can shift and inform the society around us. And – whoever we are, wherever we are - when we consciously make space for the stories of displaced communities within our own, we make space for a shared cultural understanding that enriches us and connects us, disrupting the systems of division that alienate and dehumanise. It is time to act, and to act together.’

Renowned Chilean writer Isabel Allende, who herself was a refugee, said of the campaign’s hope to challenge xenophobia through cultural sharing and literature:
‘It’s very easy to create a sense of hatred when you talk numbers, but when you see the faces of people, when you look at them in the eye one by one, then the whole thing changes, and that’s what art and literature can do.’

Through this work, we hope to generate better cross-cultural understanding and an interrogation of what it is to host displaced communities in resettlement settings; challenge stereotypes around exile and asylum; and redress a societal imbalance that too often means writers who have experienced displacement face marginalisation or discrimination.

Renowned writer Ngugi Wa Thiongo will read the full mission statement at a reception in Lillehammer, Norway, where the Make Space campaign will launch on 31 May. The launch event will form part of ‘In Other Words’, a joint PEN & ICORN conference bringing together members of a vast global network working to provide protection mechanisms and shelter opportunities for writers who are persecuted and driven from their homes. Many of the ICORN writers – all of whom are currently living and working in exile – have pledged support for the campaign, and PEN looks forward to working with these talented individuals to bring their work to a wider audience.

Sanna Aoun – a Syrian writer living in Norway – stated;

‘What I know is that my relationship with writing started the moment I started to express myself through language. I gradually reached the point when writing became the only thing that kept me balanced and sane. Writing allows me to compensate my personal losses and widen my personal space. It allows me to do what I can’t do in reality.’

The launch of this campaign builds on a long history at PEN International of collaborating with writers who are refugees and asylum seekers, and providing financial, professional, and social assistance to them from within our Centres around the world. It’s also part of our core mission to counter hatred and discrimination, and to do so my promoting culture, art, and free expression.

The full text of the mission statement is attached.

Notes to editors:
PEN International celebrates literature and promotes freedom of expression. Founded in 1921, our global community of writers now comprises 144 Centres spanning more than 100 countries. Our programmes, campaigns, events and publications connect writers and readers for global solidarity and
cooperation. PEN International is a non-political organization and holds consultative status at the United Nations and UNESCO.

01.06.201701.06.2017



 

*

*

Cookie-Mitteilung:
Diese Website verwendet unter Umständen nicht wesentliche Cookies ohne aktive Mitwirkung des Seitenbetreibers/Seiteninhabers. Nicht wesentliche Cookies sind Cookies, die nicht für die korrekte Funktionsweise der Website erforderlich sind. Solche Cookies können beispielsweise jene aus Analytik-, Werbe- und Affiliate-Netzwerken wie Google Analytics und Google AdSense sein. Der Provider verlangt, dass User nicht nur unterrichtet werden (Deutsches Recht), sondern auch die Möglichkeit zur Zustimmung haben. Cookies dürfen nur mit Zustimmung des Nutzers gesetzt werden! Klicken Sie im Pop-up auf "X", werden Sie vom Provider zu Google umgeleitet. Der Seitenbetreiber / Inhaber arbeitet nicht mit  Google Analytics und Google AdSense zusammen. Wie Cookies gelöscht werden, erfahren SIE bei Ihrem Browser.

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?